Jetzt aber!
Obwohl nicht auf dem Radar, nicht auf dem Plan und auch nicht im geringsten ein Gedanke wert in diesem Jahr war mein Garten.
Das ist ziemlich jämmerlich, hatte ich doch, bevor ich angefangen zu habe zu nähen, mein Geld im Garten vergraben.
Natürlich ist er immer mal wieder ein Thema, aber leider viel zu selten und viel zu inkonsequent.
Das hat sich geändert:
Die Drachenkämpferin hat einen grossen Familiengarten, und letztes Jahr mit Stroh, neuer Erde, Pappe und Holzschnitzeln ihren Gemüsegarten sehr erfolgreich aufgewertet. Sie braucht viel weniger Wasser zum giessen, weil die Schnitzel die Feuchtigkeit im Boden halten. Gleichzeitig hat sie viel weniger Beikraut, das entfernt werden sollte - eine absolute win-win- Situation.
Auf dem Bild oben ist mein Gemüsegarten zu sehen - oder die Vogelwicke, die da wächst. Gemüse gibt es nicht. Bei den Beeren war es dasselbe Bild. Mich hat es wenig gestört, da hier auch eine Menge Tiere lebten und ihr Futter fanden. Das hat sich erst geändert, als ich beim Beeren pflücken gleich zweimal eine Zecke erwischt habe. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat: Zecken in meinem Garten! Hier gibt es immer mal wieder Grosskinder - da will ich keine potentiellen Gefahrenherde.
Die Schnitzeltechnik hat mich fasziniert und die Ergebnisse der Drachenkämpferin haben mich überzeugt:
Ich werde jäten, und Schnitzel streuen. Und zwar nicht nur den Gemüsegarten, sondern schrittweise den ganzen Garten.
So habe ich seit meinem Entschluss irgendwo Anfang Juli täglich vom Moment an, wo mein Lieblingsmensch das Haus verlassen hat und zur Arbeit ging, bis zum Moment, wo die Sonne über den Berg guckt, gejätet. Manchmal 30 Minuten, manchmal 45 Minuten. (Mehr darf ich laut meiner Physiotherapeutin auch nicht.) Aber das kontinuierlich!
So ist der Stand jetzt:
Alle Beerensträucher sind gejätet und geschnitzelt. Die Heidelbeeren und die Hortensien habe ich mit Rindenmulch geschützt, die brauchen eher sauren Boden.
Der Gemüsegarten war als erstes fertig, und so habe ich trotz der Hitze noch Setzlinge, die die Drachenkämpferin über hatte, eingepflanzt. Ich habe einige Erdbeerpflanzen gesetzt (da habe ich allerdings ein Stück Unkrautfolie, das ich bei Aufräumen der Garage gefunden habe unterlegt.) Gegossen habe ich trotz 35°C und mehr seit Wochen höchstens alle 10 Tage, und auch da nur punktuell die Gemüsesetzlinge und die Erdbeeren.
Anzumerken ist, dass ich vor dem ausbringen der Schnitzel jeweils gut gewässert habe, und nach einer Schicht Schnitzel Hühnermist-Granulat eingestreut habe(sparsam) um den Stickstoffbedarf vorübergehend abzudecken. Wenn die Schnitzel verrotten, gibt es wieder genug Nährstoffe ohne Hühnermist. Der Boden ist spatentief trocken, Unkraut war dankbar, diese Wüste verlassen zu können.
Ich plane, in der Art weiter zu machen und meinen Garten so etwas hitzeresistenter zu machen. Die Blumenrabatten kann ich erst im Herbst machen, noch gibt es Stauden, die blühen.
"Zum Schutz der Pflanzen habe ich mit Schnitzeln gemulcht"
Das bringt mir einen Punkt im Bingo!
Herzlichst
yase


























