Mittwoch, 21. Dezember 2016

Anis - Brötchen-

Model

Schon als ich ein Kind war, lag diese Model-Rolle immer bei den Ausstechförmchen.
Wir haben als Kind nie Weihnachtsplätzchen gemacht. Aber meine Oma, bei wir wohnten, erzählte damals, man würde die Rolle für Anis-Brötchen benutzen.
Anis-Brötchen von Hand geformt, heissen hier Chräbeli (siehe Liedtext letzer Post)


Meine Oma ist 1911 geboren, und starb Ende Dezember 1995. 
Die Modelrolle liegt immer noch neben den Ausstechförmchen. Die Rolle kommt wahrscheinlich aus dem Elternhaus meiner Oma, ist somit sicher 100 Jahre alt. Der eine Griff fehlt, solange ich die Rolle kenne.


In diesem Jahr haben wir sie das erste mal benutzt!
 Anisbrötchen-Teig geht so:

Zubereitung

4 frische Eier (230–250 g, mit der Schale gewogen)
450 g Puderzucker
1 Prise Salz
1.5 EL Anis, geröstet
1 EL Kirsch alles in eine Schüssel geben, mit dem Schwingbesen oder den Schwingbesen des                 Handrührgerätes ca. 5 Min. rühren, bis die Mass  heller ist

550 - 600 g Mehl beigeben, zu einem Teig zusammenfügen, sofort formen


Formen: 
Teig portionenweise auf wenig Mehl rechteckig, ca. 1 cm dick auswallen. Holzmodel leicht bemehlen, auf den Teig legen, mit gleichmässigem Druck andrücken, mit scharfem Messer ausschneiden. Trocknen: ca. 48 Std. Backen.

Trocknen: 
Chräbeli auf ein dünn gefettetes Blech, nie auf Backpapier legen. Nicht verschieben, nur so erhalten sie schöne «Füsschen». Chräbeli offen bei Raumtemperatur ca. 24 Std. trocknen. Sie sind genügend getrocknet, wenn auf der Unterseite ein helles Rändchen sichtbar ist. Das Blech darf nicht im Durchzug stehen.


Backen: 
ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 140 Grad vorgeheizten Ofens, dabei Ofentür mit einem Kellenstiel einen Spalt breit offen halten. Chräbeli herausnehmen, etwas abkühlen, mit einem Spachtel vom Blech lösen, auf einem Gitter auskühlen.


So sehen unsere Anisbrötli aus! Sie schmecken sehr!! 



Habt einen Tag voller guter Erinnerungen!

Herzlichst
yase

Kommentare:

  1. Das ist ja gebackene Kunst :-) .
    Ich würde gern mal eins probieren.
    LG Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Yase,
    wie schön, wenn man so zauberhafte Erinnerungsstücke an die Großmutter hat und sie in ehren hält und auch noch benutzt! So schmecken die Anisbrötli mit einem Hauch Erinnerungen doch gleich doppelt so gut.
    Herzensgrüassli
    Yvonne

    AntwortenLöschen
  3. Oh, die sehen toll aus, und die Zutaten lesen sich sehr lecker! Aber was genau ist "Kirsch"?

    Ich finde es faszinierend, so alte Familienerbstücke mit musealem Charakter zu verwenden. Ich hab ein Flachsspinnrad von meiner Urgroßmutter. Meine Oma wurde übrigens auch 1911geboren, starb allerdings ein paar Jahre eher als deine.

    Liebe Grüße vom
    LandEi

    AntwortenLöschen
  4. Ich liiiiiiebe Anisguetzli. Das einzige Guetzli, das mir im Winter nicht verleidet.
    Aus praktischen Gründen mache ich jeweils aber nur Chräbeli. Das mit den Formen fand ich immer zu kompliziert. Aber das Wallholz von deiner Oma.... das ist ja zauberhaft. Und diese schönen Bilder.... traumhaft. Bewahre dir dieses schöne Andenken.
    Herzliche Grüsse Sibylle

    AntwortenLöschen
  5. Ein wundervolles Erinnerungsstück! Anisguetzli sind meine absoluten Lieblingsguetzli. Nun werde ich jedes mal beim Geniessen an das zauberhafte Wallholz deiner Oma denken.
    Herzliche Grüsse
    Esti

    AntwortenLöschen
  6. Die sehen wundervoll aus! Allerdings mag ich Anis überhaupt nicht.....meine Schwiegermutter macht genau solche auch immer. Die gucke ich lieber an, als dass ich sie esse! ;-)
    Lieben Gruß
    Gisi

    AntwortenLöschen
  7. DAs ist ja mal eine coole Rolle.
    Meine Oma ist auch 1911 geboren...wir passen sooo gut zusammen!!!
    Annette

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Yase,
    wie wunderbar... ich bin ja voll der Fan von Altem und Altbewahrtem.... soooo schön. Und ich weiß jetzt auch ENDLICH wie solche Anisplätzchen gehen. Ich dachte immer diese Form wird irgendwie drauf gestempelt (hab das aber auch nie hinterfragt) und solche Teilchen gab es früher immer bei meiner Großtante. Absolute Kindheitserinnerung, die Du gerade bei mir herauskramst. Ich dank Dir dafür sehr, weil ich diese Tante und vor allem auch ihr Haus ganz fest in meinem Herzen trage

    Liebe Grüße und ein wunderbares Weihnachtsfest wünsche ich Dir,
    Pamy

    AntwortenLöschen
  9. Sehr schön, liebe yase, dass du dich daran gewagt hast. Ist mein Lieblingsguetzli und wird jedes Jahr gebacken. Ich habe aber leider keine so schöne Rolle, verwende aber Änismodel. Es funktioniert übrigens auch tiptop mit Backtrennpapier ;-)
    Herzlich Nicole

    AntwortenLöschen
  10. mal abgesehen davon, das die anisteilchen toll aussehen, ist es auch noch eine wunderbare erinnerung - schöööön - wünsche dir ein frohes auffuttern!
    lg von der numi

    AntwortenLöschen
  11. So eine schöne Post...
    Wow so ein Prachtstück von Wallholz..., so eine schöne Erinnerung!
    Sowas hätte ich auch gerne (aber nur zum streicheln)
    Wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest
    Liebe Grüsse
    Silvana

    AntwortenLöschen
  12. Was für ein wunderschönes Familienerbstück, liebe Yase! Und wie toll, dass du es nach rund hundert Jahren benützt hast und dass die Anisbrötchen euch auch noch gut geschmeckt haben :-)

    Danke für deine Weihnachtsgrüße – auch ich wünsche dir und allen deinen Lieben frohe Weihnachten und angenehme, entspannte Feiertage!

    Alles Liebe,

    Traude

    ★ *˛ ˚♥♥* ✰。˚ ˚ღ。* ˛˚♥♥ 。✰˚* ˚ ★ ˚ ♥♥ ✰ •* ˚

    AntwortenLöschen
  13. ...woher duftet es hier auf einmal nach Anis...na, woher wohl ;-)))))
    Dein Rezept ist toll, liebe Yase, danke fürs Teilen, ich mag Anis und auch so wunderschöne Erinnerungsstücke wie das Model von unseren Altvorderen...

    Besinnliche Weihnachten für Dich und Deine Familie,
    kommt gut ins Neue Jahr und mögen Gesundheit, Glück und Frieden Euch begleiten.
    herzliche Grüße von Traudi

    AntwortenLöschen
  14. Die Anisbrötchen sind fast zu schön zum essen.
    Schöne Festtage
    das wünscht dir Doris

    AntwortenLöschen
  15. Diese Rolle ist ja genauso ein Kunstwerk wie jedes einzelne Gebäckstück. Das wär keine Arbeit für mich, bei mir muss ja alles schnell gehen :-) Es gibt auch keine ausgestochenen Plätzchen mehr. Nur welche, die man häufchenweise mit dem Löffel aufs Blech gibt, welche, die man nur als Kugel aufs Blech legt und welche, wo man den Teig zu Rollen formt und später in Scheiben schneidet. (da hab ich ja einen tollen Satz kontruiert :-) )
    Da hoffe ich mal, Deine Kunstwerke werden mit so viel Liebe gegessen wie sie gebacken wurden.
    Liebe Grüße Judy

    AntwortenLöschen
  16. ohh... diese Rolle:-)! Ein Traum! Ich habe auch noch nie Aenischräbeli gebacken - das steht schon lange auf meiner Todo-Liste...
    Frohe Weihnachten und herzlichen Dank, dass du so eine fleissige Kommentarschreiberin bist!
    Nicole

    AntwortenLöschen