Freitag, 26. August 2016

Im Abend -

Rot

Abendstimmung in Tuoro sul Trasimeno, 
als die Sonne unterging


O wie schön ist Deine Welt,
Vater, wenn sie golden strahlet,
wenn Dein Glanz herniederfällt
und den Staub mit Schimmer malet,
wenn das Rot, das in der Wolke blinkt,
in mein stilles Fenster sinkt.


Könnt ich klagen? Könnt ich zagen?
Irre sein an Dir und mir?
Nein, ich will im Busen tragen
Deinen Himmel schon allhier,
und dies Herz, eh es zusammenbricht,
trinkt noch Glut und schlürft noch Licht.

© Karl G. Lappe (1773 - 1843), dt. Dichter aus Pommern


Wir haben das nicht. Wir haben keine Sonnenuntergänge. Bei uns versinkt die Sonne hinter den Bergen. Und dann ist es dunkel.
Mich hat das Schauspiel jeden Abend von neuem verzaubert....



Es ist ein Stück noch zu fahren, von da, wo wir waren bis da, wo jetzt die Erde gebebt hat und so vieles in Trümmern liegt.
Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich denke und fühle, wenn ich diese Bilder anschaue....
Weil die Sonne geht noch genau so golden unter, wie vor ein paar Wochen...


Habt einen stillen Tag!

Herzlichst
yase

Kommentare:

  1. Ja, die Menschen in Italien haben mein volles Mitgefühl, denn sie stehen jetzt vor ihren Trümmern und trauern um einen lieben Menschen in ihrer Familie.
    Solche Naturgewalten lassen uns immer wieder spüren wie klein und hilflos der Mensch doch tatsächlich ist.
    Liebe Grüße Susanne

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  2. Ich bin auch total erschüttert, was da geschehen ist....so ein wundervolles Land....ich habe gleich mit meinem Exfreund telefoniert, der lebt in der Nähe von Rom. Der dachte, es wäre ein Auto in die Hauswand gefahren, als es passierte. Unglaublich, wenn man diese Bilder sieht.
    Lieben Gruß
    Gisi

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  3. Es ist furchtbar, was in Italien passiert ist. Ganze Dörfer in Schutt und Asche. Ich habe Verwandte da, zum Glück etwas südlicher. Trotzdem geht mir das Schicksal dieser Leute sehr nahe. Vielleicht habt ihr keinen Sonnenuntergang wie am Meer, dafür aber wunderschönes Alpenglühen, bevor sie untergeht. Wie haben hier weder das eine, noch das andere.

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  4. Die Nachrichten in letzter Zeit machen einen sprachlos, eine Horrornachricht jagt die andere. Und es ist gar nicht so weit weg.
    LG Judy

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  5. Tolle, sommerliche Bilder! Da vergisst man die schrecklichen Bilder aus Italien ein wenig.
    VG
    Elke

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  6. Man denkt wenn so ein Unglück geschieht , das die Welt stehen bleiben würde ... Aber sie dreht sich immer weiter ... Ist vielleicht ein Zeichen der Hoffnung .... Ich finde es ganz schrecklich was dort passiert ist ... Und wünsche das sich die Menschen bald wieder an solch stimmungsvollen Bildern erfreuen können.
    LG Antje

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  7. Liebe Yase,
    deine Bilder und auch das Gedicht sind wunderschön. Ich finde es sehr tröstlich wie du mit dem Schrecken umgehst. Egal was kommen mag wir müssen uns an solchen schönen und wertvollen Momenten festhalten.
    Liebste Grüße Sandra

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  8. Liebe Yase,
    es ist wirklich erschreckend wie nah Glück und Unglück beieinander liegen. Sehr schön ist Deine Abendstimmung und sehr sehr traurig die Ereignisse in Italien
    Liebe Grüße
    Bettina

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  9. Liebe Yase
    Die Bilder sind so wunderschön, so friedvoll...
    Mir fehlen die Worte bezüglich des Unglück dieser armen Menschen...
    Ganz liebs Grüessli
    Katja

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