Mittwoch, 27. Februar 2013

auch ich....

...bin Tagebuchschreiberin

Mein Leben ist ein Geschriebens. Wenn ich eines Tages diese Erde verlasse, wird ein Container Altpapier zurückbleiben. Mein Leben zwischen Buchdeckeln.

In meinem Schrank reihen sich Tagebuch an Tagebuch. Ich schreibe alles auf, was mir wichtig erscheint. Was mich weiterbringt. Wo ich Zusammenhänge erkenne. Was mich beschäftigt, was mich schmerzt. Wo ich Lösungen brauche..... Einfach alles.




Seit meinem vierzehnten Lebensjahr schreibe ich Tagebuch. Eine Pause von nahezu 10 Jahren gibt es nach unserer Hochzeit bis zum Jahr 2001. Da habe ich wieder Zeit und Ruhe zum schreiben gefunden.

Tagebuch führen hat für mich mit Festhalten des Augenblicks zu tun, mit nicht vergessen, aufbewahren, nicht verlieren.



Letztes Jahr habe ich bewusst kein Tagebuch im üblichen Sinne geführt. Ich musste lernen, dass Leben stattfindet, und nicht zwingend festgehalten werden muss. Das hat gut getan, mir geholfen mein Leben bewusster und trotzdem leichter zu nehmen.

Anfangs des Jahres ist mein Tagebuch ein schönes Buch mit leeren Seiten.



Am Ende jedes Jahres ist es dick, vollgeschrieben, geklebt, ein Jahr meines Lebens.
Deshalb habe ich nun eine Hülle mit Bindeband genäht. So kann ich es auch im November noch einigermassen liegenlassen oder mitnehmen...


Äusserst selten nehme ich alte Tagebücher zur Hand. Wenig lese ich nach, wie mein Leben verlaufen ist.
Heute weiss ich auch, dass ich vergessen kann, was war. Denn weil ichs aufgeschrieben habe, könnte ich nachschauen. Geht es nicht verloren.
Das gibt Freiheit, das hier und jetzt zu leben und zu geniessen.

Habt einen Tag voller schöner Erinnerungen!

Herzlichst

yase

Seit Jahren habe ich "mein Jahr" von Bianka Bleier, das im Brockhaus-Verlag aufgelegt wird. Da ist eine Seite pro Tag. Das muss reichen, sonst werde ich zu ausufernd...

Kommentare:

  1. So ähnlich gehts mir mit meinem Reise-Tagebuch.
    Liebe Grüße,
    Markus

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  2. Oh und die Buchrücken sehen ja auch noch äusserst schick aus. Weiterhin viel Schreibfreude.

    Fröhlichst
    die Baumhausfee

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  3. Eine wunderschöne Idee! Weiterhin viel Freude beim schreiben wünscht dir Rita

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  4. Das macht sich mit den einheitlichen und doch unterschiedlich-farbigen Buchrücken auch noch gerade richtig hübsch im Schrank! ;o)
    Ich bin auch eine Tagebuchschreiberin. Allerdings ist es bei mir in den letzten Jahren weniger geworden...auf Reisen oder bei besonderen Anlässen, da möchte ich immer gerne alles festhalten...im Alltag vergesse ich es oft leider einfach oder bin dann abends daheim doch zu müde...eigentlich schade...müsste ich mal wieder ändern....

    Herzensgrüße
    Lilly

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  5. Hallo Yase,
    ich bin auch eine Tagebucchschreiberin und Stolz drauf ;))
    Ich hatte auch eine sehr lange Schreibpause und erst seit letzten Jahr versuche ich regelmäßig alles wichtige aufzuschreiben.
    Manchmal ist es auch sehr befreiend für mich.
    Einen schönen Abend wünsche ich dir.
    LG. Mimi

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  6. Hallo liebe Yase!
    Danke für deine lieben Worte!
    Deine Tagebücher sind wirklich sehr schön aus!
    Liebe Grüße
    Claudia

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  7. Liebe Yase,

    komisch, ich hae auch aufgehört zu schreiben, als ich mit dem Kindesvater zusammenkam. Als er uns verließ, hab ich wieder begonnen. Mittlerweile allerdings ist mein Blog mein Tagebuch - etwas anders, als ein Übliches, aber sehr kreativ :-)

    Hab ein schönes Wochenende,

    Katja

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  8. Liebe Yase,
    hier meldet sich auch eine leidenschaftliche Tagebuchschreiberin....seit acht Jahren lasse ich mich vom kleinen Schwarzen (Moleskine) durch den Alltag begleiten...das passt ganz wunderbar in jede Handtasche und ist immer zur Hand, wenn ich Gedanken einfangen und festhalten mag. Am Ende des Jahres stöbere ich gerne nochmal durch die Seiten und erinnere mich. Das gehört für mich inzwischen schon zum liebgewordenen "Loslass-Ritual" vor dem Jahreswechsel.

    Deine Tagebücher sehen im Regal richtig hübsch aus! :)

    Liebste Grüße
    Martina

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  9. Hallo Yase,

    hast mich neugierig gemacht mit Deinem Kommentar, da musste ich mir diesen Post gleich mal ansehen.

    Ich habe vor allem in meiner Jugend regelmäßig Tagebuch geschrieben, und sie auch aufgehoben (irgendwo auf dem Dachboden steht eine Kiste). Aber mir geht es genauso. Ich schrieb nicht, damit ich später nochmal alles durchlese (hierfür müsste ich glatt Urlaub nehmen), sondern damit mein Kopf frei wird. Das klappt auch heute noch.
    Leider habe ich aber nicht mehr den Mut, alles für mich ehrlich und schonungslos aufzuschreiben, weil mich der grauenhafte Gedanke nicht loslässt, dass den ganzen Mist später meine Kinder lesen könnten.
    Vielleicht sogar, wenn ich schon tot bin, und keine Möglichkeit mehr besteht, Dinge zu erklären oder zu relativieren.... das wäre schlimm!

    Liebe Grüße,
    Papagena

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